Daddeln!

Fluppomat


Für mehr Beruhigungsmittel im Wasser!

Manche Menschen würden behaupten, es wäre keine gute Idee unter dem Einfluss von verschreibungspflichtigen Medikamenten noch zu versuchen einen epischen Blogbeitrag zu fabrizieren. Naja, immer noch besser als wenn ich jetzt in den Inseraten nach Katzen suche und spontan entscheide 10 Stück auf einmal zu adoptieren (auch wenn ich gerne würde :) )!

Vielleicht ist aber genau das der richtige Ansatz – wie entspannt wäre wohl die Welt, wenn wir ein mildes Sedativum ins Grundwasser einfliessen lassen würden? Okay, vielleicht müssten wir mit mehr Verkehrsunfällen (im Schrittgeschwindigkeit) rechnen, aber da man ja ohnehin schon medikamentös behandelt ist, ist das ja auch nicht so schlimm – zumindest regt man sich nicht so sehr auf. Und in Schrittgeschwindigkeit zu fahren ist im Berufsverkehr heute ja der Standard. Wohl alleine die Autoverkäufer freuen sich sicherlich nicht so über neue vorsichtige Fahrweise der autofahrenden Bevölkerung – aber wenn dann doch mal jemand einen Gebrauchtwagen braucht, lassen sich mit den Verkäufern bestimmt “entspannte” (Muah!) Preise aushandeln.

Da wird nach einem Unfall nicht verbissen diskutiert, wer jetzt wem draufgefahren ist oder wer das größere A*schl*ch ist, sondern einfach entspannt zusammen gesessen und ein Kippchen geraucht oder wenn der andere Fahrer rein zufällig eine Gitarre dabei hat, Lieder gesungen. Ja, die Welt wäre mit Sicherheit ein besserer Ort! Wenn dann noch der Wagen brennt, ist die Atmosphäre perfekt1. Außerdem muss man dann nicht versuchen, durch die Hintertür, die nationale Geschwindigkeitsbegrenzung einzuführen – es wird ohnehin keiner mehr zu schnell fahren wollen / können.

Und ein Maskottchen für die Initiative habe ich auch schon: Jaemy, mein stets entspannter Jack Russel!

(Ja, ich hätte auch einfach nur Hundecontent posten können, aber ich tippe doch so gern! :-P )

  1. Wer hat die Marshmellows dabei? []

Ach herrje, wie soll ich das denn hier nennen? Wiesels Webfundstücke? Oder doch eher irgendeinen viel zu langen Titel, der unglaublich verwirrend ist und keinen Mehrwert generiert? Ich glaub das versuch ich mal …

Kaum hat die Woche angefangen, schon ist sie vorbei, bevor man “intracytoplasmatische Spermieninjektion”1 ausgesprochen hat – und was hat man so geschafft? Man hat im Laufe der Woche viele, viele Lesezeichen angelegt, von denen man ohnehin nur ca. 2% wieder braucht – trotzdem legen wir fleißig weitere Lesezeichen an, nur um einen weiteren Punkt auf unsere Liste der prokrastinativen Tätigkeiten hinzufügen zu können: Lesezeichen sortieren.

Wenn man sich vor Arbeit drücken will, sind sowohl Blogs, als auch das sinnlose Sortieren von Dateien zwei ausgezeichnete Tätigkeiten: beides wird nie “fertig”, so dass wir immer Sortieren oder Schreiben können, wenn der halbe Monitor bereits von Post-Its zugekleistert ist, auf denen meist Worte wie “Wichtig” oder “Dringend!!!” stehen.

Besonders schön ist es, wenn man z.B. bloggt und den Beitrag in unermessliche Längen zieht, nur um auf den unangenehmen Teil zu verzichten. In meinem Fall wären das die Links, die ich diese Woche zusammengeklaubt habe und mit euch teilen möchte. Aber genug geschwafelt:

World Clock

Alt aber immer wieder nett, allerdings fehlt noch eine wichtige Zahl: ‘Zeit die mit dem betrachten dieser Seite vergedeutet wurde’

Stripes

Ehm ja, wie erklärt man das am besten … hm … gar nicht. Anschauen!

Online Alarm Clock

Wer tendiert vor dem Rechner einzuschlafen, sollte hier mal vorbeischauen.

Demotivational Posters

Man kann nie genug davon haben:

Geldschein zu einem Hemd falten
Wenn ihr mal wieder zu faul seid ein Geschenk zu suchen und Geld verschenkt, warum nicht mal in dieser Form?

Was man mit Büchern so alles alles machen kann…
… z.B. Häuser bauen, Skulpturen daraus basteln oder Lampen herstellen!

So, genug gesurft ihr faulen Säcke – weiterarbeiten!

  1. Diesen Begriff gibt es übrigens wirklich – siehe hier []

Die abendlichen (, unsortierten) Gedanken eines Wiesels

Draussen ist es frisch. Es riecht verdächtig nach Regen. Es kommt aber keiner. Ein schönes Sommergewitter wäre jetzt eine echt feine Sache. Dazu dann einen Softdrink und ein Kippchen auf dem Balkon… ja das hätte was. Aber nein, Robert1 entscheidet sich ja lieber nichts zu machen. Mein Auto könnte auch einen Regenschauer vertragen, nachdem es auf übelste Weise von randalierenden Bäumen vollgepollt wurde. Echt eine gelbe Schweinerei.

Während ich mir versuche die Gedanken in meinem Kopf in einen Text zu bannen, merke ich schmerzhaft, wie lange wir schon keine Bandprobe mehr hatten. Wenn man mehr als 6 Wochen nicht mehr gesungen hat und dies dann versucht 3 Stunden am Stück durchzuziehen, kann es schonmal vorkommen, dass die Stimme beleidigt den Dienst verweigert.

Wieso wir so lange keine Probe mehr hatten? Ach, das hat verschiedene Gründe: Zumal die Erderwärmung, die ist ja an allem Schuld. Dann wären da noch kriminelle Clowns und zu guter Letzt ein 10-wöchiger VHS-Kurs, dessen Termin genau auf unsere Probe fällt. Dass er heute wieder da war, musste natürlich genutzt werden – zum Leidwesen meiner Stimme. Spaß gemacht hat es trotzdem! :D

Wenn wir schon mal bei Terminen sind: nächste Woche finden die Deutschen Gamestage / die Quo Vadis statt, von denen ich als einer von mehreren “offiziellen Blogpartnern”, wie es in einem Rundschreiben so schön hiess, berichten werden. Es wird sicher eine anstrengende, aber interessante Woche in Berlin. :)

So, und jetzt werde ich mir eine Gewitter-MP3 herunterladen, mich mit den Stöpseln im Ohr auf den Balkon setzen und mir mit einer Sprühflascher gelegentlich Wasser ins Gesicht spritzen. Manchmal muss man sich an McGyver ein Beispiel nehmen und improvisieren!

  1. Tiefdruckgebiete haben dieses Jahr männliche Namen []

“Der erste Hinweis”

“Der Amokläufer von Winnenden hat mehrere so genannte Killerspiele besessen. In seinem Zimmer seien Spiele wie “Counterstrike” gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher in Waiblingen.” (AFP)

Laut mehrerer Quellen soll es keine konkreten Hinweise gegeben haben. Diese sollen erst in ungefähr einer Stunde veröffentlicht werden sollen:

“Es gebe “erste Ansatzpunkte für ein Motiv”, sagte der Waiblinger Polizeichef Ralf Michelfelder am Donnerstag im ZDF. Details nannte er nicht und verwies auf eine für Mittag geplante Pressekonferenz.”

Hier zeigt sich schön, dass sich bereits Presse auf ddas Wort “Killerspiele” stürzen wie ein Weight Watcher auf einen glasierten Donut. Das Wort “Killerspiele” ist natürlich um einiges reisserischer als Probleme im sozialen Umfeld, in der Schule oder im Elternhaus jemals sein könnten. Der Tatsache, dass die Waffen leicht zugänglich waren und auch die Menge dieser, wird irgendwie nicht mehr soviel Beachtung geschenkt…

Wir werden sehen, ob Politiker ohne jegliches Sendungsbewusstsein und Verständnis der Materie weitere Maßnahmen fordern “Killerspiele” zu verbieten und sich die Presse wie auch das letzte mal, mit gezielt falschen Informationen die Zuschauer in Angst und Entsetzung zu versetzen. Wofür? Für die höhere Einschaltquote.

Sollte wieder eine Hetzjagd beginnen, muss gezielt und öffentlich gegen Falschinformationen und gezielte Panikmache vorgegangen werden.

Der Amokläufer hat scheinbar keine “Killerspiele” gespielt, aber eines hatte er trotzdem mit dem Amokläufer von Winninden gemeinsam: Sie hatten beide Waffen.

Nachtrag #1:

Das nicht jedes Nachrichtenmagazin auf diesen Zug aufspringt, ist zumindest mal etwas Positives.

So schreib die Welt in dem Artikel “Die bestürzende Banalität des Amoklaufs“:

“Die Zahl der Enttäuschten und Beleidigten, der Depressiven oder Geltungsgierigen, der Waffennarren, Killerspieler oder Horrorfilmenthusiasten, der Behörden-, Schul-, oder Familiengeschädigten geht in die Millionen. Amoktäter indes sind eine rare Spezies – ohne besondere Kennzeichen. Keineswegs kommen sie aus der schlechten Gesellschaft der Irren und Kranken, der Armen und Ausgestoßenen.

Der Täter von Winningen entstammt, wie es heißt, einer Unternehmerfamilie. Die Idee, mit Schulreformen, Waffenkontrollen, Medienzensur oder psychologischer Dauerhilfe ließe sich auch nur ein einziges Massaker vereiteln, ist nichts als törichtes Wunschdenken. Amokläufe konfrontieren die Gesellschaft mit ihrer Ohnmacht. Die Zerstörungskraft des Individuums ist nahezu unbegrenzt. “

Ich bin ehrlich gespannt, wie sich das Ganze entwickeln wird.

Nachtrag #2:

Auch N-TV springt auf den Zug der unseriösen Berichterstattung mancher Nachrichtensendungen mit auf: PC Games Amoklauf von Winnenden: N-TV mit ersten fehlerhaften Counter-Strike-Berichten

Es ist sehr allerdings sehr interessant zu beobachten, dass die Politik wieder nach einem kompletten Verbot der Spiele schreit, aber auch, dass Gegenstimmen deutlich nach vorne treten: Verbot von Computer-Gewaltspielen gefordert: Der große «Counter-Strike»-Alarm (unbedingt lesen!)

Hardware-Erinnerungen

Kleines Vorwort: Meine unzähligen Anmerkungen kann man auch lesen, indem man die Maus nur über die Zahl bewegt – heut’ hab ich es wohl ein wenig übertrieben damit. ^^

Da ich derzeit immer noch Spaß mit meinem Computer habe, werde ich wohl nachher mal Vista installieren – wohl eher als Akt der Verzweiflung, stets mit der Hoffnung, dass es nicht die Hardware ist, sondern nur ein fehlherhafter XP-Treiber. Aber wem mach ich schon was vor? Vista wird mit Sicherheit nicht die Lösung meine Probleme sein wohl eher im Gegenteil.1… aber da wir gerade bei Hardware sind, stecke ich mal wieder in meinen Erinnerungen fest…

Kram.

Nicht nur die Spiele haben sich im Laufe der Zeit stark weiterentwickelt, natürlich auch die Hardware um diese auszuführen und irgendwie hatte ich dafür schon immer ein Faible. Mittlerweile bin ich aber eher an einem lauffähigem System interessiert, als an der möglichst schnellsten und besten Gamer-Hardware – auch wenn ich gelegentlich immer mal wieder solche “Schübe” habe, in denen ich schon mal ein bischen über das geplante Budget rutsche… für ein paar reudige FPS mehr. Einmal Geek, immer Geek!

Ich weiss nicht mehr, wann genau ich das erste mal Kontakt mit einem PC bzw. dem Amiga 500 hatte, ich weiss nur, dass die ersten verfügbaren Erinnerungen an meine Kindheit eben jenes beinhalten. Also wohl ziemlich früh. Ich erinnere mich auch weniger an meine Kindergartenzeit / Grundschul-Anfangszeit, mehr an die Spiele, die uns der Studentennachbar für 20 DM und ein paar Sätze Disketten alle kopiert hat. Ich kann auch wohl eher das Labyrinth im Amiga Ducktales-Spiel nachzeichnen, als die jeweiligen Räume des Kindergartens oder der Grundschule.

Während die anderen lieber zum Fussballclub gegangen sind, bin ich lieber daheim geblieben, habe Highscores auf dem NES & Game Boy geknackt2 oder mich mit meinem PC beschäftigt … bzw. eher dem von meinem Vater – was zu enormen Reparaturkosten geführt hat: Wiesel hat immer gern mal wieder rumprobiert und Windows 3.11 war nicht wirklich schwer “kaputt” zu kriegen.3

Trotz der hohen Reparaturkosten die ich verursacht habe, habe ich nie wirklich Ärger dafür bekommen und mein Vater bezeichnet diese Ausgaben heute noch, als eine der sinnvollsten im Berzug auf meine “Laufbahn”4. Und irgendwie muss ich ihm da wohl auch Recht geben.

Irgendwann hatte ich dann auch mal meinen eigenen PC5, bzw. ich habe den von meinem Vater bekommen, da dieser das Gerät immer noch sporadisch genutzt hat und ich wirklich fast jede mögliche Minute davor verbracht habe. Auch wenn man es nicht glauben mag, so habe ich bis zur 5. Klasse dennoch viel Zeit “an der frischen Luft” verbracht.6

Aber irgendwann war auch dieser PC veraltet, auch wenn er immer wieder aufgerüstet wurde7 und an irgendeinem Weihnachten war es soweit: Mein erster eigener “neuer” PC! Alter Schwede! Ein Intel Pentium MMX mit 200 MHz, keine Ahnung mehr wieviel RAM, eine große Festplatte, eine flotte 3dfx-Grafikkarte und ein Brenner8 und das Ganze in einem Midi-Tower!!! Herrje, war das Wahnsinn. Ich glaube, ich habe mich noch nie über ein Weihnachtsgeschenk so sehr gefreut9 :D

Hachja, das waren Zeiten … und wenn ich nochmal über den (sehr chaotisch geratenen) Text schaue, fallen mir immer wieder kleine Details ein, die ich aus Verständnis-Gründen wohl besser nicht noch nachträglich in den Text einbaue10 ^^

Aber wenn man das Ganze mal vergleicht, dann ist es hier ähnlich mit den Computerspielen: Schön in der Erinnerung, aber man sollte nicht unbedingt versuchen, das Ganze nachzubilden. Zum Glück ist das bei Hardware auch etwas schwieriger, schließlich kann man sich nicht mal eben einen alten PC “herunterladen”. Und Performance-Probleme kann man immer noch mit den neuen PCs haben, wenn diese erst einmal ein gewisses Alter erreicht haben … oder einfach mal Crysis installieren und auf maximalen Details spielen. ;)

Interessant finde ich aber auch die Erfahrungen von anderen, als sie das erste mal “Kontakt” mit einem PC hatten bzw. deren “Computer-Laufbahn“.11

Na dann schaue ich mal, ob ich diese blöden Bluescreens in den Griff bekomme.12 In 10 Jahren werde ich sicher auch mit einem Lächeln daran zurückdenken. :) 13

  1. Wie heisst es so schön? Know your enemy! []
  2. Ok, jedes Wochenende war ich bei einem Freund, da haben wir aber auch nur gezockt, mal von den gelegentlich genutzten Brettspielen abgesehen []
  3. Windows 3.11 fand ich bis vor ein paar Jahren übrigens immer noch sehr genial – bis ich es mir mal wieder angesehen habe… aber das mit dem Wiederauffrischen alter Erinnerungen hatten wir ja schonmal. []
  4. Abwarten, vielleicht werde ich irgendwann ein abgedrehter Landschaftsgärtner :-P []
  5. Was dann zu noch höheren Reparaturkosten führte, da ich gelegentlich den Rechner aufschrauben musste um ihn “besser zu verstehen” []
  6. So hiess es zumindest, wenn ich mal wieder zuviel vor dem PC war und mehr oder weniger rausgetreten werden musste ^^ []
  7. Oh man, ich weiss noch, was für ein Performanceschub der 8 MB EDO-RAM-Riegel hatte … []
  8. Der Wahnsinn! []
  9. Ich wusste damals schon die Hardwarepreise in- und auswenig, da ich damals richtig Hardware-geil war und die Anzeigen in der PC Games fast schon studiert habe ^^ []
  10. Wie z.B. das Mega Drive, dass ich viel genialer als das NES fand und den wohl stabilsten Joystick der Welt – der vom Amiga 500 []
  11. Vermutlich hat mich das Buch von Linus Thorvalds deswegen so begeistert []
  12. Mittlerweile glaube ich, dass ein RAM-Riegel trotz mehrfachen Tests defekt ist. []
  13. Oh ja, ich steh auf dieses Footnotes-Plugin! ^^ []

Die Nostalgie der nächsten Gamer-Generation

Jeder wurde sicher schon mal nostalgisch, wenn es um die eigene Kindheit geht. Selbst wenn man erst 22 Jahre auf dem imaginären Buckel1 hat, schwelgt man ganz gerne mal in Erinnerungen. Ich erinnere mich dann ganz gerne an Spiele, die ich als Kind verschlungen habe. Sei es auf dem Amiga 500, meinem NES (wohl der Hauptgrund für meine schlechten Augen ^^) oder andere ältere Spiele. Meist erinnere ich mich auch nur an wichtige Kernelemente aus dem Spiel und hab den ein oder anderen Spielausschnit vor Augen – oftmals denke ich mir dann dazu: Das hatte ne echt coole Grafik.

Und hier ist der Knackpunkt: Hatte. Zum Beispiel Ninja Hero Turtles 2 für den NES. Ich weiss noch, wie ich das mit meinem Kumpel immer und immer wieder gespielt habe. Und grafisch war es den Anfangsspielen wie Super Mario um Längen voraus. Als ich es zuletzt auf einem Emulator gespielt habe, wurde mir bewusst, dass das Spiel eine echt grottige Grafik hatte und ich mittlerweile auch vom Gameplay sehr verwöhnt bin: es war schlichtweg langweilig und verdammt hässlich. Vielleicht hat mir auch nur der zweite Mitspieler gefehlt, aber auch dann hätte es uns sicher grafisch nicht mehr vom Hocker gerissen wie damals. (Welch’ Überraschung!)2

Diese Erfahrung habe ich immer wieder machen müssen und bin mittlerweile an dem Punkt angelangt, dass ich mir Spiele, die ich früher gespielt habe, nicht wieder anschaue oder sie spiele – höchstens mal den ein oder anderen Screenshot bewundern und darüber lachen, mit was für Grafik man damals begeistert wurde. Sonst lasse ich die Finger davon, da ich mir damit jedes mal ein Stück Erinnerung zerstöre und dann nicht mehr davon schwärmen kann. Allerdings haben es ein paar wenige Titel geschafft, mich immer noch nach vielen Jahren zu begeistern (z.B. Simon the Sorcerer 2 oder die Monkey Island Abenteuer) aber ansonsten sollte man sich einfach freuen, dass man eine schöne Erfahrung gemacht hat und nicht zwanghaft versuchen, diese wiederzubeleben. Das klappt einfach nicht – zumindest nicht bei mir.

Das führt mich allerdings zu meiner nächsten Überlegung: Wie sieht es wohl die Generation, die mit der Playstation 3 oder XBox 360 aufwächst? Ob die gleiche Ernüchterung eintritt, wenn sie Crysis mit diversen Emulatoren zum Laufen gebracht haben und das Spiel auf maximaler Grafikeinstellung spielen. Also so wie bei mir, wenn ich mal wieder ein NES-Spiel oder altes DOS-Game zocke? Wir reden schließlich von einer ziemlich detailgetreuen Grafik (die zwar noch realistischer sein könnte) aber nicht von Figuren, die aus 5×15 Pixeln bestehen und über den flimmernden Fernseher hüpfen zu alten Midi-Sound?

Ob dann wohl auch so Sätze fallen wie “Wie konnten wir das damals nur stundenlang spielen? Augenkrebs Deluxe!”?3

Naja, wir werden es sehen. Ich bin auf jeden Fall gespannt und danke für eure Aufmerksamkeit! Ich geh jetzt ne Runde Monkey Island daddeln! ;)

  1. Soviel wie ich vor dem PC hänge, kriege ich bestimmt einen und dann nennt man mich Quasiwiesel! []
  2. Mir war es meistens schon vorher klar, doch irgendwie hatte ich immer die Hoffnung, dass mir der Stil gefallen würde. []
  3. Ja, so ungefähr klingt das – nur etwas geekiger. ^^ []

Was von Weihnachten bleibt

Nachdem ich mir ein paar Tage Schreibpause gegönnt habe um mich meinen Büchern zu widmen, wieder bis spät in die Nacht zu zocken und exzessiv auszuschlafen, ist auch schon wieder Sonntag der 28. und es sind nur noch 3 Tage bis Silvester

Offiziell war Weihnachten gestern schon vorbei und im Supermarkt wurden die ersten Weihnachtsgebäck-Paletten weggeräumt, die Verwandten sind endlich wieder aus dem Haus gejagt, die weihnachtlichen Verpflichtungen erledigt und man fragt sich, was eigentlich (abgesehen vom angefutterten Weihnachtsspeck) von Weihnachten geblieben ist.

Was auf jeden Fall bleibt ist der Konsum, denn gestern waren die Geschäfte wieder offen, es war Samstag und die Leute hatten wohl ein wenig Geld von Weihnachten.

Ähnlich wie bei einer Planetenkonstellation, bei der sich diverse Sekten gemeinschaftlich über den Jordan schicken, war dies ein sehr ungünstige Konstellation für Menschen wie mich, die mal eben nur kurz was im Media Markt holen wollten. Ich hatte einfach nicht daran gedacht, dass am Tag nach den Feiertagen die ganzen Menschen zum Umtauschen ihrer ungewünschten Geschenke, zum Einlösen ihrer Geschenkgutscheine und zum Verprassen des vielleicht erhaltenen Geldes alle gleichzeitig einkaufen würden. Wirklich fündig geworden bin ich auch nicht – es sei denn ich wäre auf der Suche nach unfreiwilligem Körperkontakt mit fremden Menschen gewesen.

Daheim hätte ich auch viel besser shoppen können – z.B. in diversen Online-Shops oder im Steam Store, der übrigens eine schöne Weihnachtsaktion gestartet hat (die übrigens bis zum 2. Februar läuft) bei der viele Spiele stark reduziert angeboten werden. Da habe ich mich dann auch direkt mal eingedeckt: Wer kann schon bei BioShock oder Darkstar One für jeweils 5 € oder die beiden Half-Life Addons für je 1 € wirklich nein sagen? Problematischerweise muss ich die Dateien jetzt erstmal runterladen, was sich mit meiner Leitung wohl bis zum nächsten Weihnachten ziehen kann …

Was zum Glück nicht geblieben ist, ist die Musik: Im Radio spielen sie endlich keine Weihnachtslieder mehr, aber jetzt geht es weiter mit dem Warten auf Silvester – sei es mit dem ‘Hitcountdown’ oder dem Anpreisen diverser Events um sich gemeinschaftlich ins Neue Jahr zu feiern. “The Final Countdown” werde ich wohl auch dieses Jahr diverse Male hören… das ist wohl wie ‘Wham – Last Christmas‘ eines dieser Lieder, die vor allem zu einer bestimmten Zeit im Jahr auftauchen, einen irgendwie nerven und dann wieder schlagartig verschwinden.

Wo wir aber schon bei Silvester und Konsum sind: Wer sein Geld schön sinnlos ausgeben möchte, kann sich natürlich auch kiloweise Böller kaufen. Die bessere Alternative ist es, das Geld zu spenden, was gleich mehrere positive Vorteile hat:

  • Ihr steht nicht draußen im Kalten herum um irgendwelche Raketen zu zünden, die ungefähr so spektakulär sind, wie eine Wunderkerze die man hochwirft.
  • Ihr produziert weniger Müll, der dann die Straßen für ein paar Tage dekoriert und meist zu einer breiigen Pampe wird, da sich niemand verpflichtet fühlt, den Mist wegzukehren.
  • Ihr vermeidet mögliche Schäden, wenn eine von euren Raketen oder Böllern zu früh oder am falschen Ort hochgeht. (Falsche Orte können sein: Eure Hände, neben dem Kopf eines Anderen, durch das gekippte Fenster der Nachbarn, unter eurer Jacke.)
  • Menschen denen es nicht so gut geht, haben einen wirklichen Nutzen davon. (Die können sich dann Böller kaufen :-P )
  • Es wird genug Leute geben die Böller und Raketen zünden – also schaut euch die lieber in aller Ruhe das Spektakel mit einem Glas Sekt in der Hand an und macht mit dem Böllergeld was Sinnvolles. :) (Und nein, eine Riesenladung Alkohol gehört, definitiv nicht dazu. ^^)

    Ich entschuldige mich hiermit für das möglicherweise enstandene Themenchaos, das in diesem Beitrag herrscht, aber über die Tage haben sich mehrere Gedanken gesammelt und die mussten jetzt einfach mal raus ^^

    Das Tannenbaum-Chromosom

    So lief es die letzten Jahre die Woche vor Weihnachten immer ab und so ist es auch wieder dieses Jahr: Ich habe immer noch keine Ahnung, was ich der lieben Verwandschaft schenken soll und darf wieder ziellos durch eine total überfüllte Innenstadt wuseln, auf der Suche nach der schnellen Geschenkidee. Für Online-Bestellungen ist jetzt vermutlich schon zu spät und die Suche dauert einfach viel zu lange, wenn man absolut keine Ahnung hat. Da kann man sich in den Geschäften immer noch besser inspirieren lassen.

    Und jedes verdammte Jahr schwöre ich mir, schon vor Dezember alle Geschenke zu besorgen. Und was ist? Natürlich habe ich nur einen kleinen Teil. Fehlen ja nur noch … *zähl* … 4 Stück.

    Es scheint, als könne ich mich wehren wie ich will, es endet doch sowieso darin, dass in in den letzten Tagen noch Geschenke auftreiben muss. Und ich bin sicher, dass es so bleiben wird. Es scheint eine Sache mit den Genen zu sein: Viele Menschen (davon, vermute ich, der größte Teil Frauen) scheinen schon weit im Voraus auf das Fest vorbereitet zu sein und entwickeln zum Jahresende eine Art weihnachtlichen Drill: Da sind die Geschenke schon im April ausgesucht, Monate vor Weihnachten verpackt und versteckt und pünktlich zum 1. Advent ist die Bude voller Weihnachtsdeko – diese Art von weihnachtlicher Motivation muss vererbt sein. Ob es sich dabei um eine Erbkrankheit handelt, sei mal dahingestellt – der Grinch würde mir sicher zustimmen. ^^

    Und wir, die ohne das Tannenbaum-Chromosom? Nun … wir bleiben einfach dauerverpeilt und starren in die verzweifelten Augen der Anderen, die auf der Suche nach der schnellen Geschenkidee sind. Bei manchen Geschenken klappt es schon früher, aber spätestens wenn man im Geiste die Liste der zu Beschenkenden durchgeht, stellt man fest, dass man Person XY, die einem jedes Jahr auch etwas schenkt, vergessen hat.

    Also heisst es heute Vormittag nach der Arbeit: Ab in die Geschäfte, in der Hoffnung, dass es noch ruhig ist…

    Ja, klar Wiesel. Du hast ja auch auf einmal soviel Glück ^^

    Nachtrag: Oh man, das war vielleicht voll o.O Ich will nicht wissen, wieviel da heute Abend los ist.