Man packt seinen Koffer, seine Tasche und rennt verwirrt hin und her, weil einem laufend Dinge einfallen, die man noch brauchen könnte – dies führt meist unweigerlich dazu, dass man elementare Dinge wie Visitenkarte oder den USB-Adapter für die Kamera zu Hause liegen lässt. -_- Ergo, kann ich leider keine eigenen Fotos anbieten, die handvoll Bilder werden sich dann in den Tagen nach der Konferenz hier auf diesem Blog einfinden. Besonders ärgerlich natürlich auch die vergessenen Visitenkarten, da man so meist mit leeren Händen da steht, oder auf fremde Visitenkarten kritzeln muss. Nun ja, kommt vor.
Trotz dieser kleinen Planungsschwierigkeiten meinerseits, hinterlässt die Casual Connect Europe in Hamburg bisher einen tollen Eindruck auf mich: Eine entspannte, freundliche Atmosphäre, gutes (wenn auch etwas zu knapp bemessenes) Catering, super Organisation und (zumindest für mich) spannende Vorträge.
Noch etwas gebeutelt von der schönen Pre-Opening-Party im Mandalay (an dieser Stelle ein Dank an BigPoint1 für die kostenfreien Getränke
) ging es heute mit etwas Verzögerung ins C.C.H. wo ich als erstes Staying in Touch2 besuchte, ein Panel über die effektive Kommunikation mit Partnern in der ganzen Welt: Welche Kommunikationsmittel sich dazu am besten eigenen und wie gefährlich 5 radikal unterschiedliche Zeitzonen für den Lebenswillen eines Producers sein können, waren nur zwei der vielen hilfreichen Tipps und Erfahrungen dieses Panels. Auch der Umgang mit Partnern und Dienstleistern aus den verschiedenen Kulturen war eines der Themen, die aufgrund der Zeit leider nur knapp behandelt wurden. Dennoch konnte man das Panel mit einigen guten Tipps verlassen und die spontanen 5 Networking-Minuten mitten im Panel waren eine gelungene Abwechslung.
Wer übrigens die Möglichkeit hat ein Panel zu besuchen, dass von Kane Minkus moderiert wird, sollte sich dies auf jeden Fall antun – super!
Wie wohl auch letztes Jahr auf der Casual Connect, fand das Panel Confessions: Big Portals statt, in dem über die Veränderungen und den Stand des Casual Games Markets der letzten 12 Monate und über aktuelle Trends und Gefahren gesprochen wird. Einen besonders vielversprechender Trend wird wohl die Portierung von erfolgreichen Core-Mechaniken in Spielen wie z.B. Civilization mit einfacheren und leicht zugänglicheren Mechaniken sein, um auch diese Spiele dem Casual Markt zugänglich zu machen. Hier liegen wohl noch viele Schätze und erfolgreiche Konzepte begraben, die es in der nächsten Zeit zu erkunden gilt. In diesem Zusammenhang wurde auch wieder der weiterhin enorme Hype der Object-Search bzw. Wimmelbild-Spiele und damit der fehlende Grad der Innovation bemängelt. Wobei wohl auch dieser einem neuem Hype weichen wird, wie auch damals die Time Management oder Match-3 Games die aber weiterhin sehr populär sind.
Auch die Auswirkungen der Social Games wie vor allem in Facebook auf den Casual Games Markt wurden diskutiert und führten zu einigen interessanten Aussagen: So sei es sicher nicht der richtige Weg, seine ganze Energie auf diesen Channel zu bündeln, ihn dennoch nicht zu ignorieren und ihn zur Vermarktung der eigenen Titel auf anderen Plattformen verstärk zu nutzen. “People want to be connected.”
In das darauffolgende Panel Hype Or Real Deal, wurde das Publikum involviert und sollte dieses und die Sprecher mit vorher ausgeteilten REAL- und HYPE-Karten zu einer Aussage oder einem scheinbaren Trend ihre Meinung kundtun, was zu einigen interessanten Diskussionen führte. So wurde z.B. über das iPad und sein Potential diskutiert, oder die Frage gestellt, ob der Retail-Handel wohl schon smelly wäre (was übrigens, bis auf eine Ausnahme zu einem HYPE abgestempelt wurde).
Das letzte Panel, dass ich dann noch für heute mitgenommen habe, war Games-as-Services3 von Pop Cap, die ihre eigenen Erfahrungen mit Bejeweled Blitz und Facebook gemacht haben und auf welche Schwierigkeiten bzw. Herausforderung sie im letzten Jahr gestoßen sind. Auch gab es einen groben Ausblick auf die Zukunft der Spiele von Pop Cap, so dass man unter anderem erwarten kann, dass bald immer mehr ihrer Spiele die social features nutzen werden.
Nach dem darauffolgenden Social Mingle und einigen Visitenkarten (sowie Werbegeschenken) reicher, bin ich nun auf morgen, den für mich wohl interessantesten Tag der Veranstaltung gespannt, in dem es sich vor allem um iPhone und Mobile Games drehen wird. Hoffentlich hat das Wetter morgen etwas mehr Erbarmen mit uns armen Rauchern, die heute im Schnee vor der Halle stehen mussten.
Ach und Stoff-Fische gab es dieses mal leider nicht, dafür aber schicke Schlüsselanhänger ![]()
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Danke für den Bericht, da ich leider nicht da sein konnte. Morgen wieder so ein Bericht ?
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